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Ministers Schäferstündchen
gerät „außer Kontrolle“
Selbst in noch so aussichtslosen
Situationen einen Ausweg zu kennen, zeichnet den umsichtigen Politiker aus.
So auch Staatsminister Richard Braun, der in Ray Cooney´s Farce „Außer
Kontrolle“ zum Amüsement des Publikums alle Register seiner kreativen
Energien zieht, um einen weiteren Skandal zu verdrängen. Die irrwitzige
Komödie unter der Regie von Andreas Rüdenauer hatte an Neujahr Premiere. Das
Publikumsinteresse war enorm. Wer Glück hatte, konnte eine Viertelstunde vor
Beginn gerade noch einen Stehplatz ergattern.
Das quirlige Ensemble begeistert die Zuschauer hellauf mit Elan und
Spielfreude. Von der ersten Spielminute an - der Minister empfängt eine
Sekretärin der Opposition zum stimmungsvollen Tête-à-tête in einer feinen
Hotelsuite - entwickelt sich ein Versteckspiel voller Pikanterie. Es beginnt
damit, dass das turtelnde Paar eine Leiche auf dem Fenstersims entdeckt. Die
möchte der Minister kurzerhand seinem opferbereiten Sekretär in der
Nachbarsuite unterjubeln. Erschwert wird dieser Plan durch ständige
Störungen. Nicht nur der misstrauische Hotelmanager, sondern auch der
eifersüchtige Gatte der Geliebten und weitere Überraschungsgäste statten dem
verkorksten Liebesnest ihren Besuch ab. Dabei leistet nicht nur der
Kleiderschrank wertvolle Dienste als Versteck. Muss doch der leblose Körper
auch schon mal als Tanzpartner herhalten und wird in unübertrefflicher
Slapstick-Manier über das Parkett gestemmt.
Großes Lob für die hervorragende „Körperbeherrschung“, die dieses Stück den
Schauspielern abverlangt. Auch die flinken Dialoge sind hervorragend
aufeinander abgestimmt. Alles läuft wie am Schnürchen. Das Karussell aus
Lügen, Täuschungen und Verstecken kommt auf volle Fahrt. Eine Lachsalve
folgt der anderen. Und wer meint, noch turbulenter könne es nicht zu gehen,
wird nach der Pause eines Besseren belehrt. Wirksam trockenem, schwarzem und
unverblümtem Humor steht nichts im Wege.
Großzügige Spende bei der
Premiere
An Neujahr wurden 2353,30 Euro in die Spendengläser gesteckt. Herzlichen
Dank im Namen der Empfänger! Wie in jedem Jahr geht davon eine Hälfte an das
Kinderdorf Gidö auf der Insel Nias/Sumatra. Die andere Hälfte kommt
dieses Jahr dem Projekt „Große
Hilfe für kleine Helden“ zu Gute. |
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"Hervorragende und konzentrierte Leistung."
"Absurde Extravaganz, rasantes Tempo und
ausgeklügelter Wortwitz."
(Heilbronner Stimme)
Aufführungen vom 1. bis 29. Januar 2012
in der Kochana Oedheim
(hier
leicht zu finden)
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Es war wirklich kein
Virus, das hier vor der Premiere wütete: |
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